Hofgemeinschaft Wildkuhl
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"...Die Iche haben in sich die Kraft, die Menschen bis in ihre Naturgrundlage umzuwandeln und dem Menschen anzugleichen. Das Ich im Hochbegabten kann sich mit dem Ich im Behinderten zusammenfinden, und diesem Erlebnis gegenüber können die aus den Begabungsunterschieden folgenden unvergleichlichen Schicksale plötzlich - und auf Dauer - wie bloße bürgerliche Formalitäten erscheinen. Ich identifiziert sich mit Ich und nicht mehr mit seiner Naturgrundlage. Dem Ich ist das andere Ich unendlich näher als das eigene Begabungs- und sonstiges Leibeswesen! Im Ich kann man sich so rückhaltlos gleich erleben wie im Tod. Und dieses Erlebnis macht die Menschen ihrer Leibesgrundlage gegenüber (und allem, was sie an Trennendem aufzwingt) so frei wie der Tod - aber mit dem Unterschied, dass sie die Leibesgrundlage weiterhin besitzen und einsetzen können..."

Martin Barkhoff

Konzept

Die sozialtherapeutische Hofgemeinschaft bietet seelenpflegebedürftigen Erwachsenen einen Ort zum Wohnen, der ihnen einen entsprechenden Arbeitsplatz und Möglichkeiten der Persönlichkeitsentwicklung im kulturellen- und im Freizeitbereich gibt.

Sie erbringt damit für zunächst 15 sogenannte geistig- und mehrfachbehinderten Menschen ab 18 Jahren Leistungen der Eingliederungshilfe gem. §§ 39, 40 BSHG/§§ 53, 54 SGB XII; eine Erweiterung auf 30 Plätze ist vorgesehen und mit dem Sozialministerium in Schwerin abgesprochen: Diese Erweiterung soll nun mit der Wredenhagener Außenwohngruppe umgesetzt werden.

Die Einrichtung gibt sich die Form einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft auf anthroposophischer Grundlage.

1. Lebens- und Arbeitsgemeinschaft

Die Hofgemeinschaft will eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel sein, in einer besonderen Art des Zusammenwirkens eine Gemeinschaft zu bilden, die in der Lage ist, Menschen mitzutragen, die von sich aus nicht oder noch nicht die Kraft zu selbständiger Lebensführung entwickeln konnten. Jeder Lebensweg enthält die Möglichkeiten, Helfer und Hilfsbedürftiger zu sein. Sozialtherapie wird besonders wirksam, wenn eine Gruppe von Menschen aus solcher Erkenntnis des gegenseitigen Helfens und Lernens aneinander einen gemeinsamen Lebensbereich gestaltet und ein gutes Stück Lebensweg mit einander geht.

Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft umfasst die Bereiche Wohnen und Arbeiten sowie die Pflege eines kulturellen Lebens in Gemeinschaft mit anderen.

2. Qualitätsentwicklung als Lebensprinzip

Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft erhält Impulse aus den Grundlagen anthroposophischer Sozialtherapie wie sie in den verantwortlichen Menschen lebendig werden. Alle mit der Hofgemeinschaft verbunden Menschen wirken an der Ausformung der Impulse mit und tragen damit die Qualitätsentwicklung. Es entsteht eine inspirierende Wechselwirkung zwischen den Impulsen, auf dem das Konzept fußt, und den Intentionen und Entwicklungsschritten der Mitarbeiter und weiteren verantwortlichen Menschen. Für die Menschen mit Behinderung, die nach Möglichkeit in die Erörterung von Qualitätsfragen mit einbezogen werden, entsteht daraus ein beflügelndes, ermutigendes Entwicklungsklima.

Hilfepläne werden mit den Betreuten gemeinsam erarbeitet. Sie sind Grundlage der Vereinbarungen zwischen Betreuer und Betreuten. Sie beschreiben die nötigen Maßnahmen der Hilfestellung in allen Bereichen des täglichen Lebens.

Hierbei sollen Schwerpunkte gesetzt werden, die einen erreichbaren Rahmen beschreiben, Erfolge und Misserfolge ablesbar machen und somit die sozialtherapeutische Betreuung und Hilfe konkretisieren. Die Umsetzung der Hilfepläne wird fortlaufend dokumentiert.

Für die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung wird das GAB-Verfahren angewandt. Ausgehend von gemeinsam erarbeiteten Handlungsleitlinien, die das Gewollte fassen, wird in Qualitätszirkeln durch moderierte Gespräche die realisierte mit der angestrebten Qualität verglichen und durch Handlungsvereinbarungen systematisch verbessert.

3. Organisationsformen

  1. Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft verfügt über eine Wohngruppe in Wildkuhl und eine in Wredenhagen. Die Wohngruppe Wredenhagen ist eine Außenwohngruppe der Hofgemeinschaft, die Bewohner fahren zur Arbeit nach Wildkuhl. Die Betreuten sollen möglichst weitgehend an der Gestaltung des Zusammenlebens mitwirken. Einmal in der Woche findet eine Hauskonferenz mit den Bewohnern statt, bei Bedarf auch öfter. Mit einem Wochenrück- und einem Wochenvorblick werden die Lebensbedingungen besprochen und organisiert. Dies kann auch in der  Abendrunde geschehen, wo der Tagesrückblick stattfinden soll. Gleichzeitig bietet sich für alle Betreuten ein Forum, um etwaige Probleme in der gesamten Hausgemeinschaft zu besprechen und zu bewältigen. Auch eine gemeinsame Hausordnung wird hier erarbeitet.
  2. Für alle Bewohner werden Arbeitsmöglichkeiten in Wildkuhl angeboten.
  3. Das Zusammenwirken des Kollegiums wird in Teamkonferenzen besprochen; die Wredenhagener Mitarbeiter nehmen daran in Wildkuhl teil.
  4. Die wirtschaftlichen Belange werden von der  Geschäftsführung der „Sozialtherapeutischen Hofgemeinschaft Wildkuhl“ geleitet.
  5. Der Heimleiter ist verantwortlich für die sozialtherapeutischen und organisatorischen Belange der Wohngruppen. Er ist ferner für die Zusammenarbeit der Mitarbeiter mit der Zentralverwaltung der „Sozialtherapeutischen Hofgemeinschaft Wildkuhl“ verantwortlich.
  6. Eigentümer und Betreiber der Hofgemeinschaft ist die „Sozialtherapeutische Hofgemeinschaft Wildkuhl gemeinnützige GmbH“. Gesellschafter sind verschiedene gemeinnützige befreundete Einrichtungen der Heilpädagogik und Sozialtherapie im norddeutschen Raum, sowie der Bernstein e.V. als Förderverein. Vorstand des Bernstein e.V. sind Eltern, Angehörige und rechtliche Betreuer der Menschen mit Behinderung.

4. Personenkreis

  1. Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft nimmt Leistungsberechtigte beiderlei Geschlechts im Sinne des § 39 BSHG/§ 53 SGB XII auf, die
  2. Nicht aufgenommen werden  Menschen mit ausschließlich psychischen Störungen und suchtkranke Menschen gem. § 3 Abs. 1 Ziffer 3 Eingliederungshilfe-Verordnung.
  3. Menschen, die dauerhaft auf die Benutzung von Mobilitätshilfen angewiesen sind, können nur in begrenzter Zahl aufgenommen werden.

5. Grundlagen der Betreuung

  1. Grundsätze
  2. Im Alltag liegt die Betonung auf "Normalität", das heißt es wird eine Tagesgestaltung angestrebt, wie sie in der Gesellschaft (mit ländlichem Gepräge) üblich ist. Werktags steht das Arbeiten in der Hofgemeinschaft in Wildkuhl im Mittelpunkt. Am Wochenende bilden Erholung und geistige Anregung und Erfrischung durch Freizeitaktivitäten die prägenden Elemente. Die Betreuung richtet sich danach aus; am Tagesrand und insbesondere abends wird mit Haushalts- und Freizeitaktivitäten ein anderer Stil angestrebt als tagsüber im Arbeitsbereich mit dem ihm angemessenen Tempo und den erwarteten Ergebnissen der Arbeit (Näheres dazu folgt unter 6. Betreuung in den Wohngruppen und 7. Betreuung im Arbeitsbereich).
  3. In der Freizeit und besonders an Feiertagen setzen Höhepunkte individueller und gemeinschaftlicher Aktivitäten Akzente. Das kulturelle und religiöse Leben soll jedoch nicht darauf begrenzt bleiben. Auch im Arbeitsleben werden Momente der Innerlichkeit als Gestaltungselemente eingesetzt, um daran zu erinnern, wie konkrete Aufgaben mit grundlegenden Prinzipien wie der Menschlichkeit, Ökologie und Geistesgegenwart lebendig zusammenhängen (Näheres dazu unter 8. Kulturbereich).
  4. Für die Freizeitgestaltung stehen betriebseigene  Fahrzeuge zur Verfügung.
  5. Weitere Aufgaben der Betreuung zählen ebenfalls zu den Leistungen wie fachspezifische Vor- und Nachbereitung sowie allgemeine, übergreifende Tätigkeiten, die zum einen direkt dem einzelnen Menschen zugeordnet werden können (z. B. Berichte schreiben, Bekleidungsgeld abklären) und zum anderen nicht personenbezogen sind (Konferenzen, Qualitätszirkel und Gremienarbeit sowie Kooperation mit anderen Einrichtungen).

6.Betreuung in den Wohngruppen

  1. Die Wohnbereiche

    Es gibt einen Wohnbereich in Wildkuhl in der Hofgemeinschaft selbst und einen ausgelagerten Bereich in Wredenhagen.
  2. Die Betreuungszeiten in der Wohngruppen werden durch einen Dienstplan gestaltet, der auf dem genehmigten Stellenschlüssel fußt. Sie liegen primär am Tagesrand ( vor 9:00 Uhr und nach 18:00 Uhr) sowie an den Wochenenden und Feiertagen. Besondere zusätzliche Betreuungsbedarfe werden zwischen den Bewohnern und den Mitarbeitern abgestimmt.
  3. Die medizinische Betreuung geschieht durch einen Hausarzt bzw. Facharzt freier Wahl. Alle medizinisch relevanten Daten werden vor Ort in einer für den Betreuten angelegten Mappe aufgenommen und verschlossen aufbewahrt. Medikamente werden für alle Betreuten jeweils für eine Woche vorbereitet und vorgestellt und den Betreuten von den Mitarbeitern zugeteilt. Bei längeren Krankheiten ist ein Pflegedienst über die Krankenkasse zu organisieren.
  4. Nach Möglichkeit sollen Therapien in der Hofgemeinschaft Wildkuhl angeboten werden, sie sind den Bewohnern aus Wredenhagen ebenfalls zugänglich.
  5. Die Wohngruppe in Wildkuhl beherbergt auch eine kleine Gruppe an schwerstmehrfach behinderteren Menschen sowie eine Gruppe mit  Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen eine engmaschige und intensive Betreuungsform benötigen. Hierbei hat  die Tiergestützte Pädagogik und andere Formen der Einzelförderung einen wichtigen Stellenwert. Die Einzelförderung soll in der Hofgemeinschaft durchgeführt werden. So wird allen Bewohnern Qigong und eine Theater-AG angeboten.
  6. Täglich kommt eine Reinigungshilfe und eine Hauswirtschaftskraft gemäß Stellenschlüssel in beide Wohngruppen, die u.a. die Wäsche, die Reinigung der Zimmer usw. als unterstützende Kraft betreut und die Bewohner in die Lage versetzt die Aufgaben weites gehend  selbstständig durchzuführen. Falls dies nicht oder schwer möglich ist sollen die Kräfte die Aufgaben gemeinsam mit den Bewohnern durchführen.
  7. Die Barbetragsverwaltung wird individuelle gestaltet. Es besteht die Möglichkeit, jedem Betreuten ein eigenes Girokonto ohne Dispositionskredit einzurichten, auf dem sein Barbetrag zur persönlichen Verfügung eingezahlt wird. Andernfalls erhält er den Betrag in mit ihm vereinbarten Teilbeträgen ausgezahlt.

7. Betreuung im Arbeitsbereich

  1. Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. In unseren Arbeitsbereichen wollen wir  den seelenpflegebedürftigen Menschen die Möglichkeit  geben, sich durch Arbeit zu verwirklichen. Nicht nur das Leistungs-Lohn-Prinzip ist dabei entscheidend, sondern die Gewissheit, mit dem Arbeiten  für die  Gemeinschaft etwas Wertvolles zu schaffen. Die Menschen mit Behinderung werden in der Aufnahme einer für sie geeigneten Beschäftigung im Arbeitsleben unterstützt.
  2. Für dieses Bewusstsein ist es wichtig, dass im gemeinsamen Tun Produkte entstehen, die  von anderen gebraucht und verwertet werden können. Wie zum Beispiel Gegenstände des täglichen Bedarfs oder kunsthandwerkliche Dinge, die sinnvoll genutzt werden.
  3. Jeder noch so kleine Handgriff in der Kette des Arbeitsprozesses sollte dem Tätigen die Gewissheit geben, an der Entstehung eines für die Gemeinschaft nützlichen Produktes in  einer bestimmten Gewichtigkeit mitgewirkt zu haben. Um die Liebe zur Arbeit zu fördern,  müssen wir den Sinn des Tuns für die zu betreuenden Menschen auf diese Weise erfassbar  machen. Danach wählen wir unsere Handwerke und die Produkte aus. Unter der Anleitung  sozialtherapeutisch und handwerklich erfahrener Mitarbeiter sollen die Menschen mit Behinderung die Arbeit als einen notwendigen Lebensprozess erleben können. Denn der Mensch verwirklicht sich vornehmlich dadurch, dass er schaffend für andere tätig wird.
  4. Das von der Hofgemeinschaft eingebrachte Land und die entsprechend eingebrachten Wohneinrichtungen sind der Grundstock der gemeinsamen Gestaltung von Arbeits- bzw. Wohnbereich und Landwirtschaft. Alle Beteiligten (Betreuer und Betreute) steuern je nach den ihnen gegebenen Möglichkeiten zum gemeinsam erwirtschafteten Lebensunterhalt bei. Das bedeutet einerseits Lebensunterhalt vom gemeinschaftlich erwirtschafteten Ergebnis und andererseits Erwirtschaftung des täglichen Nahrungsbedarfes (soweit möglich).
  5. Damit wird sowohl die sozialwirtschaftliche Komponente der täglichen Bedürfnisse gefördert als auch die Sozialbindung durch die erwirtschafteten Erträge und die Qualität der Erzeugnisse anhand von persönlichen Erfolgserlebnissen dargestellt. Persönliche Erfolgserlebnisse sind ein Teil der sinnvollen Selbstbestätigung und Projektbindung. (Wer gut ißt, weiß, welche Anstrengungen dafür erforderlich waren...). Die fortlaufende Motivation ist gesichert, der ursprüngliche Zusammenhang wird auf natürliche Weise durch die Bindung am Projekt getragen. Die saisonale Beziehung zu den erwirtschafteten Produkten ist zwingend.
  6. Betreuungszeiten im Arbeitsbereich: Werktags in der Zeit von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr werden alle Bewohner im Arbeitsbereich der „Sozialtherapeutischen Hofgemeinschaft Wildkuhl“ betreut.
  7. Die Fahrt zum Arbeitsplatz soll zum einen weitestgehend selbst organisiert werden, z.B. mit dem Fahrrad über Feldwege. Falls dies nicht möglich ist  stehen betriebseigene Fahrzeuge zur Verfügung.  

8. Kulturbereich

  1. Im  Gutshaus sollen Gemeinschaftsräume für kulturelle Veranstaltungen und Therapieräume entstehen.
  2. Künstlerische Therapien sind ein wesentlicher Bestandteil anthroposophisch orientierter Sozialtherapie und Medizin. Mit ihnen sollen - kurz gefasst - die Wesensglieder des kranken Menschen gesundend harmonisiert werden. Eurythmie und Heileurythmie  könnten Bestandteil des Therapieangebotes werden, falls sie gewünscht und von den  Kostenträgern übernommen wird.
  3. Die Kulturarbeit könnte mit Seminaren, Schauspiel-Aufführungen und Musikdarbietungen erweitert und belebt werden. Ein besonderes Anliegen ist die Einbeziehung der Bevölkerung des kleines Dorfes Wildkuhl, sowie der Nachbargemeinden.
  4. Jahreslauf und Festeszeiten: In der Hofgemeinschaft haben die Feste im Jahreslauf größte Bedeutung. Das Feiern der Feste und ihr Gemeinschaftliches Erleben wird zum seelischen Nährboden aller in der Gemeinschaft lebenden Menschen. 

In den Jahresfesten erlebt sich der Mensch, insofern er sich darauf einlassen will, mit dem verbunden, was um ihn herum aus der Natur auf ihn wirkt. So lässt sich nachvollziehen wie im Frühling, der die ersten zarten Blätter und Blüten hervorbringt, das Osterfest mit der auferstehenden Natur zu unserer Seele spricht: Und wieder spannt der Bogen sich, heraus geht die menschliche Seele mit dem sich höherschwingenden Sonnenbogen dem Sommer, dem Lichtfest Johanni, entgegen. Wenn dann die Seele sich wieder vom sommerlichen Sein auf sich selbst zurückzieht, wenn die Natur Ende September einen leicht beginnenden Sterbeprozess durchmacht, dann erlebt der Mensch umso mehr seine Unabhängigkeit, seine innere Freiheit. Die äußere Sonne schwindet, und kündend leuchtet die innere Sonne im Herzen der Menschen auf, die Michaelizeit beginnt.

Ich darf nun mir gehören
und leuchtend breiten Innenlicht
in Raumes- und in Zeitenfinsternis.
Zum Schlafe drängt natürlich Wesen,
der Seele Tiefen sollen wachen
und wachend tragen Sonnengluten
in kalte Winterfluten.
Wochenspruch aus dem Anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner,
22. - 28. September:

Rudolf Steiner weist darauf hin, dass die Herbstesfestzeit um Michaeli ein "umgekehrtes Osterfest" ist. Im Dunkelwerden, im Sterben der Natur ersteht das innere Licht der Einzelseele. Aus der Überwindung des Toten erlebt die Seele das Aufleuchten der Erkenntnis,  dass der Überwinder des Todes leuchtend lebt in den Seelen derer, die es bemerken wollen. Die nun entzündete Flamme wird das kommende Weihnachtsfest vorbereiten.

Das mit der Natur Verwobensein, das Mitteilhaben an dem Atmungsprozess der Erde, ist wesentlicher Bestandteil des Zusammenlebens. Aus dem Erleben des Jahreskreislaufes und Feiern der Feste bilden sich diejenigen Kräfte, die ein soziales Miteinander, ein gemeinschaftliches Leben und Arbeiten erst möglich machen.

Wildkuhl, den 10. Januar 2005